Termine

 

 

 17.01,21.02,21.03,16.05,20.06,19.09,17.10,21.11.19

Vorstandssitzung Jägerschaft Eisenberg 19:30 Uhr Gst. Rodegast Wetzdorf

 12.4.19  Mitgliederversammlung in Etzdorf Beginn 19:00 Uhr / ab 17:00 Hegeschau öffentlich
 8-9.3.19

Fachtagung Jagd und Artenschutz

 29-31.03.19 Messe Reiten-Jagen-Fischen
  Landesjägertag
 

Bundesjägertag

   

 

Aktuelles

 

Zweite Bekanntmachung über Auszahlung pauschaler Festbeträge

 

Auszahlung pauschaler Festbeträge für Durchführung vorbeugender Massnahmen gegen Eintrag der ASP nach Thüringen 

 

Kurz und knapp, es werden rückwirkend ab 01.12. 2018 bis 31.12.2019 weiterhin 25.00 € je erlegtes Stk Schwarzwild ausgezahlt.

Nach Antragstellung ( Anträge können hier bestellt werden 036601-949630) geht dies wohl reibungslos.

 

Bekanntmachung 7.3.19 durch Birgit Keller Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft

 

 

Information des Veterinäramtes

 

Schreiben vom 29.01.2019

 

Tierseuchenüberwachung der Wildtierbestände auf ASP, Tollwut, ESP, Aujeszkysche Krankheit Fuchsbandwurm und Trichienen Monitoring,Geflügelpest

 

1. ASP, ESP und AK

 

  • SHK und Jena gesamt 114 Schweisproben durch Jagdausübungsberechtigten abzugeben. Aufwandsentschädigung 8,00 €
  • bis 30.06.2019 50 % abzugeben
  • Abgabe von Fallwild 50,00 € Entschädigung

2. Tollwut 

  • Füchse, Marder, Waschbären, Dachse etc. 5,00 € Entschädigung jedoch Kannbestimmung

3. Blauzungenkrankheit

  • Ausbruch der Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern im Südwesten Deutschlands
  • Fallwild bei Wiederkäuern bitte ZVL informieren 

 

 

Bereitstellung und Einsatz Desinfektion - Flamil FSD -

 

Flamil FSD geeignet gegen ASP 

Bezug über Agrargenossenschaft Königshofen 1 ltr Sprühflasche , Preis 15,00 €

Telefon 036691 46016

 

 

 

 

 

 

Thüringer Verordnung zur Aufhebung zur Schonzeit für Bachen ( gilt führ nicht führende Bachen )

Die nach Thüringer Jagdzeitenverordnung bestimmte Schonzeit für Bachen ausser für befriedete Bezirke, befristet für den Zeitraum ab Inkrafttreten dieser Verordnung bis zum Ablauf des 31.März 2018 aufgehoben.

Inkraftsetzung ist der 17.04.2018

 

Gesetz und Verordnungsblatt Nr. 5 / 2018

Schweinepest – Informationen für Jäger 

 

Die Klassische Schweinepest (KSP) und die Afrikanische Schweinepest (ASP) sind hoch ansteckende Viruserkrankungen mit seuchenhaften Verlauf, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befallen. Ein Ausbruch dieser Seuchen hat enorme wirtschaftliche Schäden zur Folge und stellt für schweinehaltende Betriebe eine existenzbedrohende Gefährdung dar.

 

Wie erkennt man die Klassische und Afrikanische Schweinepest? Erste Krankheitssymptome treten ca. 5 bis 15 Tage nach einer Infektion auf.

 

 Hohes Fieber

 Appetitlosigkeit

 allgemeine Schwäche

 Atembeschwerden

 Rötungen und Verfärbungen der Haut, insbesondere im Bereich der Ohren, des Schwanzes, der unteren Extremitäten und am Unterbauch

 Blutiger Durchfall

 Punkt- oder flächenhafte Blutungen in der Haut und den inneren Organen

 Vergrößerte Milz

 

Beide Seuchen sind anzeigepflichtig, eine sichere Diagnose und Unterscheidung von KSP und ASP ist nur im Labor möglich.

 

Im Gegensatz zur KSP ist gegen ASP kein Impfstoff verfügbar, was die Bekämpfung dieser Seuche gerade im Wildbestand erheblich erschwert. Übertragen werden diese Krankheiten durch direkten Kontakt von Tier zu Tier (bei offenen Haltungsformen auch von Wildschwein zu Hausschwein oder umgekehrt). Ebenso ist eine indirekte Übertragung über virusbehaftete Personen, Jagdhunde, Kleidung, Futtermittel, Schlacht-/ Speiseabfälle, Gülle/Mist, Jagdausrüstung oder sonstige Gegenstände möglich.

 

Bei der Afrikanischen Schweinepest kommt insbesondere der Übertragung durch Blut oder mit Blut kontaminierten Gegenständen besondere Bedeutung zu. Die ASP breitet sich zurzeit im östlichen und südöstlichen Europa sowie in Afrika weiter aus. Es besteht ein hohes Risiko der Einschleppung über den Reiseverkehr und durch Jagdtourismus. Was können Jäger vorbeugend tun?  Nachhaltige und deutliche Reduktion der Schwarzwildbestände,

 

 grundsätzlich bei jedem Stück Schwarzwild Proben ziehen für die Überwachungsprogrammen der Veterinärverwaltung (Monitoring) anliefern,

 möglichst jedes als Fallwild gefundene Stück Schwarzwild zur Untersuchung bringen Schweiß-, Organ- oder Muskelproben, ggf. auch Röhrenknochen oder ganzer Tierkörper),  kein Verbringen von Schwarzwildaufbrüchen außerhalb des Erlegungsreviers,

 bei Auffälligkeiten (mehrere Stücke Fallwild, abgekommene Tiere, mangelnde Scheu, besondere Merkmale an erlegten Stücken usw.) unverzüglich Jagdbehörde / Veterinäramt informieren,

 nach Jagdreisen die Jagdausrüstung, insbesondere Schuhe und Stiefel desinfizieren, kein Kontakt von Jagdhunden mit Schwarzwild am Streckenplatz.

 

Was müssen Schweinehalter, die auch Jäger sind, generell zur Seuchenvorsorge beachten?

 

 Konsequentes Hygienemanagement auf dem Betrieb, Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen gemäß Schweinehaltungshygieneverordnung, - nicht mit Jagdbekleidung/ -ausrüstung/ -hund in den Stall gehen, - nach der Jagd Betreten des Stalles erst nach gründlicher Reinigung (Dusche und - Kleiderwechsel), - striktes Fernhalten von lebenden aber auch erlegten Wildschweinen vom Betrieb, - bei Wildkammer in Betriebsnähe: kein Schwarzwild versorgen / aufnehmen, - kein Kontakt von Hausschweinen zu Blut bzw. blutverunreinigten Gegenständen. Nehmen Sie bereits bei Verdacht auf eine Infektion sofort Kontakt zu Ihrem Hoftierarzt bzw. Veterinäramt auf. 

 

Beitrag von Umwelt.Hessen.de

 

 

Wildschaden

 

Rehe, Hirsche, Wildschweine – diese und noch viele andere Tiere bevölkern Deutsch­lands Wälder, Wiesen und Felder. So schön diese Tiere aussehen, so sehr können sie Bauern und Waldbe­sitzern schaden. Die Kosten für Wildschäden gehen in die Millionen.

Sie kamen in der Nacht. Hungrig fielen sie über das Maisfeld her, rissen die Kolben von den Stängeln, zertram­pelten Pflanzen und wühlte mit ihren starken Nasen den Boden auf. Entsetzt sah der Bauer am nächsten Morgen das Zerstörungswerk der Wildschweine.

 
 

Was für Tiere eine leckere Mahlzeit ist, bedeutet für Landwirte oft große finan­zielle Verluste. Allein in Rheinland-Pfalz betragen die Kosten durch Wildschäden 1,7 Millionen Euro pro Jahr. Von solchen Verlusten sind auch Waldbe­sitzer betroffen. Ihnen machen neben Wildschweinen vor allem Hirsche und Rehe das Leben schwer. Denn diese Tiere fressen gern junge Triebe und Rinde von Büschen und Bäumen. Ohne Triebe aber können die Bäume nicht richtig wachsen, ohne Rinde sind sie Pilzen und Bakterien schutzlos ausge­liefert. Die Folge: Die Stämme werden brüchig, die Bäume sterben ab.

JÄGER MÜSSEN ZAHLEN

Entdeckt ein Waldbesitzer oder ein Bauer, dass Wildtiere seinen Besitz heimgesucht haben, muss er dies beim Ordnungsamt der Gemeinde anzeigen. „Ein Landwirt sollte den Schaden unbedingt innerhalb von acht Tagen anzeigen, sonst bleibt er auf den Kosten sitzen“, erklärt der Rechtsanwalt Dr. Christian Halm von der Arbeitsgemeinschaft Agrarrechtim Deutschen Anwaltverein (DAV). Ein Waldbesitzer muss den Schaden zum 1. Mai oder zum 1. Oktober bekannt geben.

Nach dem Bundes­jagd­gesetz muss für Wildschäden die Jagdge­nos­sen­schaft zahlen. In solchen Genos­sen­schaften sind alle Grundstückseigentümer einer Gemeinde zusam­men­ge­schlossen, die zu einem Jagdbezirk gehören. Aber oft überträgt die Jagdge­nos­sen­schaft die Zahlungs­pflicht auf den Jagdpächter, also den örtlichen Jäger. Dieser ist meist eine Privat­person und darf durch den Jagdpacht­vertrag auf der gepach­teten Fläche jagen, ebenso wie auf fremden Grundstücken.

Ob ein Jäger nun tatsächlich für den Wildschaden eines Landwirts oder eines Waldbe­sitzers zahlen muss, ist im Alltag nicht immer klar. Daher schalten die Betei­ligten oft die Gerichte ein, damit diese klären, wer denn nun für den Appetit und die Zerstörungswut der Wildtiere aufkommen muss. Dabei müssen die Gerichte oft klären, ob der Landwirt den Wildschaden frist­ge­recht gemeldet hat oder ob er die geschädigte Fläche überhaupt bewirt­schaften darf. Beweisen muss das der Landwirt. Gelingt ihm das nicht, bleibt er auf den Kosten des Wildschadens sitzen.

FINAN­ZI­ELLES RISIKO IST HOCH

Das ist aber nicht immer der Fall. Manchmal muss tatsächlich der Jäger zahlen, was ihn finan­ziell sehr belasten kann - gerade in Zeiten enorm wachsender Popula­tionen von Wildschweinen steigen nämlich auch die Kosten für Wildschäden. Versi­chern kann sich ein Jäger dagegen nicht. Deshalb musste schon so mancher der knapp 360.000 Jäger in Deutschland sein Hobby aufgeben. Das finan­zielle Risiko ist für viele einfach zu hoch.

Um dieses Risiko zu reduzieren und die Jägerei nicht unmöglich zu machen, sind viele Jagdge­nos­sen­schaften in den letzten Jahren dazu überge­gangen, die Kosten für Wildschäden selbst zu zahlen. „Bezahlt werden die Wildschäden aus den Pacht­ein­nahmen“, erklärt der Agrar­rechts­ex­perte und Fachanwalt für Agrar­recht Dr. Christian Halm. „Reichen diese nicht aus, muss die Jagdge­nos­sen­schaft über eine Umlage die Differenz bei den Jagdge­nossen anfordern.“

Übrigens: Wühlen Wildschweine die Gärten von Privat­leuten um, müssen weder Jäger noch die Jagdge­nos­sen­schaft für den Schaden aufkommen. Sie zahlen nur, wenn die Schäden in jagdbaren Gebieten statt­finden. Wohnge­biete gehören nicht dazu. Im Fall von Schäden an Gärten können die Eigentümer aber durch Zäune dafür sorgen, dass die Wildschweine draußen bleiben.

Vermieter haben nach einem Urteil des Amtsge­richts Berlin-Köpenick von 2012 die Pflicht, starke Zäune an den Gärten ihrer Mieter anzubringen, damit Wildschweine nicht eindringen können (AZ: 15 C 25/12).

 

Beitrag von Deutsche Anwaltsauskunft - www.anwaltsauskunft.de